FOSTER in der Presse

„Einige Family Offices entwickeln sich zu Asset Champions“ 
 
Mal anders: Das Foster Forschungsinstitut hat Family Offices in Interviews befragt – beispielsweise nach Make-or-Buy-Entscheidungen und Anlagepolitik. Der qualitative Befragungsansatz bestätigt viele Trends bei Family Offices, deckt aber auch Widersprüche auf. Die Kernaussagen der Studie.
 
Unter dem Dach eines Family Offices werden diejenigen Aufgaben, die mit der Verwaltung von großen Privat- oder Familienvermögen verbunden sind, zusammengeführt. Das Family Office ist die Schnittstelle der Familie zu Steuern, Recht und allen Aspekten der Vermögensanlage. Mehr>>
 
Artikel von Michael Staab

Family Offices sind sehr  kritisch 

Reiche Familen suchen nach Diversifikationsmöglichkeiten für ihr Vermögen - Immobilien und Aktien gefragt - Finanzkrise hat Eindruck hinterlassen
 
Einer aktuellen Studie des Forschungsinstitut für Family Offices (FOSTER) zufolfge, sehen reiche Familien in der Geldpolitikder Europäischen Zentralbank ein großes Risiko für ihr Vermögen. Im Interview der Börsen-Zeitung beschreibt Michael Staab, Geschäftsführer von FOSTER, wie Wohlhabende ihr Geld über verschiedene Anlageklassen hinweg diversifizieren. [...]
 
Interview von Armin Schmitz
 

Reiche Familien riskieren mehr
 
Immobilien und Aktien sind bei reichen Familien gefragt, Infrastruktur bleibt dagegen ein Nischenthema. Wie Millionäre angesichts von Minizinsen jetzt ihr Geld anlegen.
 

Nicht nur der Kleinanleger fürchtet angesichts der Minizinsen auf dem Sparbuch um seine Altersvorsorge, auch vermögende Familien sehen in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) das größte Risiko für ihr Vermögen. Anders als viele Kleinsparer gibt sich der Großteil der reichen Familien aber auch im Niedrigzinsumfeld nicht mit einem bloßen Erhalt des Vermögens zufrieden, sondern ist mitunter zu spekulativen Risiken bereit.

Dies geht aus einer Befragung des Forschungsinstituts für Family Offices (Foster) unter reichen Familien hervor. Das Institut, das sich als Netzwerk für mehrere Hundert reiche Familien mehrheitlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz versteht, hat dazu 22 Gespräche mit vermögenden Familien und ihren Family Offices geführt und 33 Fragebögen ausgewertet. Die meisten Befragten verfügen jenseits von unternehmerischen Vermögen über einen dreistelligen Millionenbetrag zur Geldanlage. Die Befragten mit dem geringsten Vermögen kamen noch auf 20 Millionen Euro.

Anlageschwerpunkt auf Deutschland gelegt
 
„Sie alle treibt derzeit die Frage um, was als Substitut für den nicht mehr funktionierenden Anleihemarkt dienen kann“, sagt Michael Staab, Geschäftsführer von Foster. „Einerseits sind sie bestrebt nach einer größtmöglichen Risikostreuung, andererseits legen sie aus Sicherheitsgründen den Anlageschwerpunkt noch stärker als bisher auf Deutschland.“ Der Trend geht dabei zu wenig liquiden Vermögensformen.
 
Private Equity, also die Direktbeteiligung an Unternehmen, nutzen schon 77 Prozent der wohlhabenden Familien. „Sie bedienen sich dabei in der Regel nicht der Expertise von Fonds, sondern wollen lieber selbst als Minderheits- oder auch Mehrheitseigentümer Einfluss auf die Unternehmen nehmen“, sagt Staab. Vermögende Familien, die viel in solche wenig liquide Anlageformen investieren, treffen die Entscheidung meist intern ohne Berater.
 
„Mit der höheren Nachfrage nach Private Equity sehen wir aber viel Bewegung gerade im Markt von Multi-Family-Offices, die Dienstleistungen für mehrere Familien erbringen“, sagt Staab. „Hier werden viele Kompetenzen aufgebaut.“ Nur von 15 Prozent der befragten Familien wird bislang in Private Debt angelegt, also der Ausgabe von Fremdkapital direkt an den Schuldner. „Wir gehen davon aus, dass dieser Markt an Bedeutung gewinnen wird“, sagt Staab. „Bislang erscheint vielen die Rendite im Verhältnis zum empfundenen Risiko als zu klein.“
 
Infrastruktur bleibt Nischenthema
 
Ausgebaut werden auch weiter die Immobilienportfolien. Einen Engpass an geeigneten Immobilien stellen die Familien insbesondere in Deutschland noch nicht fest. Anders ist es im Bereich Forst&Land. „Es werden viel mehr Wälder nachgefragt, als geeignete Investitionsobjekte zur Verfügung stehen“, sagt Staab. Auch in Infrastruktur legen einige Familien Geld an. Die hohe Abhängigkeit von staatlichen Entscheidungen, die oft beträchtliche Rechtsunsicherheit im Ausland und hohe finanzielle Einstiegshürden selbst für reiche Familien lassen Infrastruktur aber noch ein Nischenthema bleiben. Unter den liquiden Anlageformen spielen Aktien die zentrale Rolle. 88 Prozent der Familien legen langfristig in Aktien an, suchen sich ihre Einzeltitel teilweise selbst aus und achten stark auf die Dividende.
Während die Beratung in Rechts- und Steuerfragen oft für viele Jahre externen Fachleuten übertragen wird, findet die strategische Vermögensplanung meistens in den Family Offices selbst statt. „Nicht jeder gute Unternehmer ist auch ein guter Anleger, und mitunter trauen sie sich bei der Geldanlage zu viel zu“, sagt Staab. „Die Familien legen aber Wert auf Diskretion, Unabhängigkeit und sehen weniger Konflikte, wenn sie die Geldanlage selbst in die Hand nehmen.“ Auch sei zu beobachten, dass einige Unternehmer zu echten „Asset Champions“ würden mit einer höchst erfolgreichen Geldanlage.
 
Wer auf externen Sachverstand bei der Geldanlage setzt, nennt als oberstes Kriterium aber oft Vertrauen noch vor der objektiven Überprüfung der Kompetenz. Gerade diese Familien hätten meist zwar eine hohe Risikosensibilität, aber nur eine geringe Bereitschaft, den Berater des Vertrauens zu wechseln.
 
Interview von Daniel Mohr, FAZ

 


Family-Offices: Die verschwiegene Zunft (Interview mit Michael Staab)

Private Großvermögen werden nach eigenen Regeln verwaltet. Sehr erfolgreich. Und sehr diskret.

"Wir sehen eine dynamische Professionalisierung", sagt Michael Staab vom Foster Forschungsinstitut für Family-Offices: "Family-Offices selektieren ihre Dienstleister gründlicher als früher, achten stärker auf die Kosten und gehen häufiger dazu über, Dinge selber in die Hand zu nehmen und nicht mehr nur externen Beratern zu überlassen."(...)

Obwohl sich das Management der Milliarden wandelt, bleibt eines in Deutschland immer noch beim Alten - Family-Offices stehen für den diskretesten Bereich der Vermögensverwaltung. "Trotz stärkerer Aktivitäten wollen die dahinter stehenden Familien nicht decouvriert werden", sagt Staab. [...]

Artikel von Jutta Reuffer


 Was lesen Sie gerade?

Das private banking magazin mono lässt lesen und stellt Buchtipps von
Branchenexperten vor. Dieses Mal: Michael Staab, Geschäftsführer des Foster
Forschungsinstituts für Family Offices
. Darunter zwei Empfehlungen der Redaktion

Das Standardwerk

Lesertipp: Familienunternehmen – oft auch fälschlicherweise als Mittelstand tituliert – sind
en vogue. Wohl weil sie grundsätzlich und ohne äußeren Anstoß in Generationen denken und entsprechend langfristig (neudeutsch: nachhaltig) geführt werden, stehen sie moralisch und volkswirtschaftlich derzeit hoch im Kurs. Brun-Hagen Hennerkes beschreibt und erläutert in seinem Buch ausführlich, was die Erfolgskriterien für das Verhältnis zwischen Gesellschafterfamilie und Unternehmen sind.
Warum ist das Buch lesenswert? Der Autor bündelt 40 Jahre Praxiserfahrung im Dienst von Familienunternehmen in einem einzigen Buch, anschaulich und verständlich geschrieben. Das Buch ist spannend formulierter Erlebnisbericht und Leitfaden für die erfolgreiche Führung eines Familienunternehmens zugleich.
Wer sollte es lesen? Natürlich Unternehmer und angehende Unternehmer, Unternehmer-Sprösslinge … Aber auch alle diejenigen, die Zugang zu den Familienunternehmen suchen: Politiker, Journalisten, Dienstleister aller Professionen.

Autor: Brun-Hagen Hennerkes · Titel: Die Familie und ihr Unternehmen: Strategie, Liquidität, Kontrolle · Verlag: Campus Verlag (450 Seiten) Preis: derzeit vergriffen, für 35 bis 50 Euro gebraucht zu kaufen · ISBN: 978-3-59337-562-5


 Interview mit Michael Staab zur Zukunft von Family Offices

„Asien ist ein stark wachsender Markt für Family Offices“

Michael Staab, Geschäftsführer des Foster Forschungsinstituts für Family Offices, sprach mit dem private banking magazin über den Kostendruck bei Family Offices, Unterschiede zwischen dem angelsächsischen und deutschen Markt und der Zukunftsregion Asien.

private banking magazin: Welche Variante wird sich in Zukunft eher durchsetzen, das Single oder das Multi Family Office?

Michael Staab: Eher das Multi Family Office. Oft ist es so, dass Single Family Offices ihre Sache gut machen und stabile Erträge erwirtschaften. Das spricht sich herum, es klopfen weitere Familien an die Tür. Die Single Family Offices merken, dass sie die Kosten erheblich drücken können, wenn sie weitere Mandanten betreuen – schon ist das Multi Family Office entstanden. [...]


Nur für kurz

Städtereisen werden immer beliebter, die Menschen immer mobiler. Von beiden
Trends profitiert, wer tage-, wochen- oder monatsweise ein Zuhause auf Zeit anbietet.
DAS INVESTMENT analysiert den Markt für möbliertes Wohnen

"Wer beruflich ein paar Tage in Hamburg verbringen will, kann seine Koffer in einem der zahlreichen Hotels der Stadt abstellen. Er kann aber auch in einem lauschigen denkmalgeschützten Reihenhäuschen aus dem Jahr 1792 am gediegenen
Hamburger Jenischpark Quartier nehmen – Wohnzimmer und top ausgestattete
Küche mit Flatscreen in der Dunstabzugshaube inklusive. Wer zwischen
drei und sieben Nächten bleibt, zahlt für diese Unterkunft mit Stil und
zwei Etagen 139 Euro pro Tag, hinzu kommen Concierge-Leistungen wie ein Babysitter Dienst oder der Einkaufsservice, wenn gewünscht. (...)"

„(...) In Frankfurt hat der Projektentwickler Mercurius jüngst eine Mikro-Apartmentanlage an eine Pensionskasse verkauft, und es gibt eine vermehrte Nachfrage von Family Offices nach entsprechenden Objekten in diesem Segment“, sagt Michael Staab vom Foster Institut für Family Offices (...)"

Artikel von Claudia Lindenberg


 Geschlossene Fonds entdecken Studentenwohnheime

Doppelter Abiturjahrgang und keine Wehrpflicht - für Studenten wird der Wohnungsmarkt zum Problem. Der Finanzmarkt hilft und entdeckt den Charme von 22 Quadratmetern

Der gemeine Student hat kein üppiges Budget. Darum gibt es Studentenwohnheime, die für kleines Geld ein Dach über dem Kopf bieten. Für durchschnittlich 200 Euro sind die Plätze der bundesweit 58 Studentenwerke zu haben. Die Sache hat allerdings einen Haken, denn es gibt nur rund 181.000 Plätze, aber insgesamt rund 2,2 Millionen Studierende. Bis 2015 kommen laut Kultusministerkonferenz allein wegen der Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre 275.000 Studienanfänger hinzu. Und die träumen angesichts des meist spartanischen Ambientes nicht unbedingt von dieser Wohnform: So gaben bei der 19. Sozialerhebung von Hochschulinformationssystem (HIS) und Studentenwerk nur 8 Prozent der Studenten an, in einem Wohnheim leben zu wollen.

"(...)Zu den Interessenten zählen auch deutsche Family Offices. "Die Anlageklasse ist wenig volatil und liefert stabile Erträge", sagt Michael Staab, Geschäftsführer des FOSTER Forschungsinstituts für Family Offices. (...)"

Artikel von Claudia  Lindenberg

 

 

„Einige Family Offices entwickeln sich zu Asset Champions“